Zouk

Zouk ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz. Ursprungsländer und Heimat des Zouk sind die französischsprachigen karibischen Inseln Guadeloupe und Martinique, weshalb dieser Musikstil auch häufig in Frankreich produziert und veröffentlicht wird. Zouk bedeutet im Kreolischen „Feier“ und ist sowohl durch französische, englische als auch afrikanische Einflüsse geprägt. Sanfter Zouk wird oft auch Zouk love genannt. In Afrika wird Afro-Zouk unter anderem in Côte d'Ivoire und Kap Verde produziert (Cabo Zouk).



Der Stil

Der Tanz, ähnlich einem langsameren Lambada, ist besonders populär in Brasilien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien. In Deutschland wächst das Interesse seit 2008 insbesondere in den Städten Bremen (erstes Zouk Festival 2008), Braunschweig (seit 2010), Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Dresden, München, Erfurt, Köln und Bonn.

Zouk erreichte Brasilien zu einer Zeit, als die Lambada-Welle gerade vorbei war. Viele Lambada-Tänzer begannen zur neuen Zouk-Musik zu tanzen. Hierdurch veränderte sich der Tanz, er passte sich der neuen Musik an. Es haben sich unterschiedliche Stile entwickelt. Die beiden Hauptrichtungen sind:

Zouk Brasil: wird eher zu langsamer Musik getanzt. Man tanzt „lang-kurz-kurz-lang-kurz-kurz". Der Stil stammt aus Rio.
Zouk Lambada oder Lambazouk: Dieser Stil ähnelt entfernt dem Lambada. Er wird relativ schnell getanzt. Man tanzt manchmal „kurz-kurz-lang-kurz-kurz-lang". Eine Hochburg des Lambazouk ist Porto Seguro im Nordosten Brasiliens.
Beide Stile sind aber verwandt und sie unterscheiden sich stark von der karibischen und afrikanischen Art Zouk zu tanzen.

Brasilianische Tanzlehrer brachten den neuen Zouk Tanz schließlich nach Europa, Australien, Asien, und Nordamerika. Sowohl die Musik als auch der Tanz entwickeln sich ständig weiter. Heute tanzt man Zouk nicht nur zu Zouk-Musik, sondern auch zu R&B, Pop, Oriental, und langsamem Reggaeton. Kennzeichnend für den Tanz sind große, fließende Bewegungen, mit Wellen und Cambrés.

Mittlerweile wird fast in allen großen Städten der Welt Zouk getanzt. Zouk-Workshops und Partys finden oft zusammen mit Salsa-Events statt.

Zouk Flow 
ist eine Variation von "Brasilien Zouk". Sie wurde von Ailton Silva vor ein paar Jahren mit persönlicher Motivation entwickelt. Das Ziel dieser war, die Körpersprache sowie die Tanzführung (passiv, aktiv) und den Ausdruck des Körpers zu verbessern.

Da die Erkenntnis, dass "Zouk" traditionell beschränkt auf Bewegungen begrenzt ist und nur wenig Kontaktinformationen zulässt, begann Ailton Silva eine Reise zu sich selbst, um den "Zouk" in etwas anderes zu abzuwandeln um damit eine neue Möglichkeit im Ausdruck zu geben.

Dann erkannte er die natürlichen Konturen des Körpers, die er sich in der Führung zunutze machte. Damit war er in der Lage den Widerstand, der in der Bewegung des Körpers jeder Frau liegt, durch seine Betätigungskraft zu variieren.

Die Bewegung der Achsen:
Es wurden verschiedene Moves ausgewählt damit wir besser mit der Körpersprache umgehen. Z.B. Körperwelle, Körperkreisen Schlangenbewegung etc.

Vertikale Achse: 
Es ist die Hauptachse, die die Stabilität der Bewegung beibehält. Berücksichtigt die bestehende Schwerkraft und kann je nach Schwerpunkt und durch das Kontaktieren der Dame geändert werden. (Giro Priguica)

Drehachse:
Besteht aus verschiedenen Drehmöglichkeiten, bei der Dame und Herr in Verbindung zusammenarbeiten können.

Twist Bewegung: 
Man muss den Körper seitlich hin und her wiegen, sich drehen und mit den Schultern in verschiedene Richtungen kreisen. Dann merkte Ailton, dass es verschiedene Varianten von Drehungen auf diese Bewegung gibt.

Verschiebung der Körperbewegung:

Abhängig von der Position des Körpers, werden Körperteile zärtlich verschoben un d gezogen. In dieser Art von Übung gibt es ein Tausch von Energie zwischen den Partnern, genannt "Geben und Nehmen".
Kommentar veröffentlichen